Microsoft schafft es weiterhin mit Erfolg Teile der früher nur für Entwickler erreichbaren Welt für weniger technisch begabte Consultants freizuschalten. PowerApps wäre hier ein hervorragendes Bespiel wie man die Entwicklerarbeit vereinfachen kann. Mit der seit der Version 9.0 freigeschalteten virtuellen Entität wird es nun möglich Aufwände in Projekten weiter zu verringern.

 

Warum „Virtuell“?

 

Virtuelle Entitäten ermöglichen es uns sich an externe Datenquellen anzubinden, mit einem viel geringeren Aufwand als die einer kompletten Implementierung einer Datenintegration. So kann jetzt durch eine simple Konfiguration ein Systemanpasser, zum Beispiel aus einer Azure SQL Datenbank Ihre Daten in Ihrer Microsoft Dynamics 365 Organisation wiederspiegeln lassen. Die Entwickler können zusätzlich Plugins implementieren, die diese Daten lesen und darauf entsprechend reagieren. Der Endbenutzer kann auf diese externe Daten in mit der Suche auf diese zugreifen. Zusätzlich können Sie diese Daten mit bereits existierenden Daten im CRM assoziieren. Hier als Beispiel haben wir eine Standard-Entität „TV“ welche durch ein Lookup mit der virtuellen Entität „Ad“ verbunden ist:

 

 

Wie der Begriff „Virtuell“ schon zeigt, können wir diese Entität nicht im gleichen Umfang nutzen wie es bei Standard-Entitäten der Fall ist. Im System ist dies unten rechts gut ersichtlich:

 

 

Die Daten können nur gelesen werden, und nicht bearbeitet werden. Dies liegt daran, dass die Daten nicht in Ihrer Microsoft Dynamics 365 Datenbank physisch „Existieren“. Das Datenmodell wird nur bei jeder Ihrer Abfragen aufgebaut.

 

 

Ein kurzer Blick ins innere einer virtuellen Entität

 

 

Wie Sie sehen gibt es jetzt die neuen „External Name“ und „External Collection Name“. Diese müssen mit den entsprechenden Bezeichnungen in der Datenquelle diese rechts unter „Data Source“ finden übereinstimmen.

 

 

Sie finden die Übersicht über die aktuell verwendeten Datenquellen für virtuelle Entitäten unter Einstellungen -> Administration -> Datenquellen Virtueller Entitäten.

 

 

In unseren Fall haben wir bereits 3 verschiedene Datenquellen mit unseren Dynamics Customer Engagement System verbunden. (Wir haben auch versucht uns mit einem anderen CRM mit OData zu verbinden, dies ist aber leider aus Authentifizierungsgründen nicht möglich)

 

 

Wir betrachten mal den Datensatz genauer. Hier Sehen Sie die URL mit der das System mit der OData Quelle verbunden ist.

 

 

Bedingt durch die temporäre Struktur sind diese Entitäten im vergleich zu Standardentitäten in vielerlei Hinsicht eingeschränkt. Unter anderen fehlt hier: Duplikatenerkennnung, Warteschlangen, Mobile offline und N:N Beziehungen zwischen den Virtuellen Entitäten.

Wir waren auch nicht in der Lage die virtuellen Entitäten durch einen CRM OData Endpunkt abzufragen, obwohl der endpunkt existiert:

 

 

Aber wenn Sie versuchen direkt auf den Endpunkt zu zugreifen, bekommen Sie einen Fehler:

 

 

Mehr Informationen zu virtuellen Entitäten finden Sie auf der offiziellen Microsoft Docs Seite:

https://docs.microsoft.com/de-de/dynamics365/customer-engagement/customize/create-edit-virtual-entities