Wie es vielleicht schon einige von Ihnen erfahren haben, ersetzt Microsoft Teams Skype for Business. Es gab bereits erste Hinweise, dass dies geschehen wird, wie beispielsweise der sehr schnelle Ausbau der Teams Applikation und das schrittweise Hinzufügen von Features, welche eigentlich immer Skype exklusiv waren. Seit der Ignite 2018 ist es nun ganz offiziell: Microsoft Teams ersetzt Skype for Business. Microsoft hat Teams als die am schnellsten wachsende Business Applikation in der Geschichte des Unternehmens bezeichnet. Lesen Sie was der Wechsel zu Teams für Ihr Unternehmen bedeutet und erhalten Sie Ratschläge auf was Sie besonders Acht geben sollten.

Teams ersetzt Skype

Was bedeutet der Wechsel zu Teams für Ihr Unternehmen?

Jedes Unternehmen, welches derzeit Skype für Business Online in Office 365 verwendet ist direkt betroffen und wird über die Migration zu Microsoft Teams nachdenken müssen. Jedoch kann Skype for Business Online weiterhin verwendet werden, bis der Umzug komplett abgeschlossen ist. Im Unternehmen ist die frühzeitige Benutzerakzeptanz entscheidend und sollte oberste Priorität haben. Microsoft unterstützt eine reibungslose Migration zu Teams mit der "Journey to Teams"-Initiative , die für die IT-Abteilung der Unternehmen erstellt wurde, um zu vermitteln, wie die anfängliche Koexistenz zwischen Teams und Skype gelingt und die anschließende Upgrade-Journey von Skype zu Teams effizient verwaltet werden kann. Seit dem 1. Oktober werden neue Office 365-Kunden unter 500 Seats automatisch mit Microsoft Teams deployed und haben keinen Zugriff auf Skype for Business Online. Skype OnPremise Kunden sind von diesem Schritt nicht betroffen, aber es liegt in Ihrem Interesse, über einen Wechsel zu Microsoft Teams nachzudenken. Microsoft hat damit begonnen, automatische Upgrades von Skype for Business Online auf Teams für Microsoft-Direktkunden anzubieten. Die Kunden werden vorab per E-Mail und über das Office 365 Message Center informiert. Allerdings gibt es auch die Möglichkeit den Wechsel manuell, vor dem Zwangswechsel, durchzuführen.

Teams ersetzt Skype

Bereiten Sie die Nutzer auf den Wechsel zu Microsoft Teams vor

Die oberste Priorität sollte die Akzeptanz der Nutzer im Unternehmen haben. Eine „harte“ Umstellung auf Microsoft Teams sollte auf jeden Fall vermieden werden. Wenn Mitarbeiter bei der Nutzung einer Applikation auf zu viele Hürden stoßen, hören sie einfach auf diese zu nutzen. Das kann wirklich nicht im Interesse eines Unternehmens liegen, denn Microsoft Teams ist wirklich ein herausragendes Tool für die Zusammenarbeit in einer Organisation. Damit sich Nutzer langsam an das neue Tool gewöhnen können, gibt es die Möglichkeit beide Applikationen zeitgleich laufen zu lassen. Zu dieser Thematik gibt es ein 50 Minuten langes Video-Tutorial von Microsoft auf YouTube, dass Sie sich auf jeden Fall ansehen sollten, sofern Sie so eine Option in Betracht ziehen. Oder Sie könnten in Ihrem Unternehmen erstmal die kostenlose Version von Teams nutzen und Ihre Mitarbeiter ein wenig damit rumspielen lassen. Bei der kostenlosen Version handelt es sich um eine abgespeckte Teams Variante mit weniger Funktionalitäten und eignet sich deshalb gut, um sich damit vertraut zu machen. Die kostenlose Version von Microsoft Teams können Sie hier runterladen. Führen Sie Microsoft Teams lieber früher als später ein und warten Sie nicht auf den Stichtag von Microsoft!

Die verschiedenen Teams Server-Modi

Im Zuge der Migration stellt Microsoft 5 verschieden Teams Server-Modi zur Verfügung.

  1. Island Mode

Hierbei handelt es sich um den Default-Modus und wird auch „Coexistence mode“ genannt. Hierbei werden Teams und Skype for Business komplett unabhängig voneinander genutzt und haben keine Schnittpunkte zueinander.

  1. Skype for Business Only Mode

Erlaubt den Nutzern nur Skype for Business zu nutzen.

  1. Teams Only Mode

Sofern Ihre Organisation darauf vorbereitet ist, Teams als einzige Applikation zur Kommunikation zu nutzen, kann der Teams Only Mode genutzt werden. Bei diesem Modus ist es Nutzern nur noch gestattet Skype for Business für bereits zuvor erstellte oder bei extern erstellten Skype Meetings zu nutzen.

  1. Skype For Business with Teams Collaboration Mode

In diesem Modus wird automatisch die Teams Applikation gestartet, wenn der Nutzer eine Tätigkeit ausführen möchte, die Skype for Business nicht unterstützt.

  1. Skype for Business with Teams Collaboration and Meetings Mode

Ähnlich wie bei Punkt 4, wobei zusätzlich für Meetings Teams genutzt wird.

Limitierungen bei Koexistenz von Skype und Teams

Es existieren einige Limitierungen, wenn User Skype und Teams in Kombination nutzen. Diese Limitierungen machen sich bei einem Chat oder Call bemerkbar.

  • Rich Text und Emoticons werden nicht unterstützt
  • Screen Sharing zwischen den beiden Applikation ist nicht möglich
  • Group Chats sind nur unter den Usern der jeweiligen Applikation möglich
  • Eine Datenübertragung zwischen Teams und Skype ist ebenfalls nicht unerstützt

Teams ersetzt skype

Wie wird es zukünftig weitergehen?

Teams hat viele zusätzliche Funktionen, welche es in Skype for Business nicht gibt. Dadurch steigt selbstverständlich auch die Komplexität bei der Nutzung. Deshalb gibt es bereits einige User, die eine Teams Light App fordern, welche ähnliche Funktionalitäten wie Skype for Business bietet. Wir gehen davon aus, dass Microsoft diesem Wunsch nicht nachkommen wird. Microsoft möchte mit dem Wechsel auf Teams die Art und Weise, wie wir miteinander arbeiten, verändern und effizienter gestalten. Das wird mit den Skype for Business Funktionalitäten, die Ihren Schwerpunkt auf Kommunikation haben, wohl kaum gelingen. Teams ist eben Kommunikation und vieles mehr. Wir nutzen Teams bereits seit knapp einem Jahr in der Organsation. Zuerst nur gelegentlich neben Skype for Business und seit etwa einem Monat als primäres Tool für Kommunikation und Kollaboration. Bei uns sind sämtliche Mitarbeiter zufrieden mit der Performance und den Features des Tools.