Viele Unternehmen arbeiten noch immer mit älteren Dynamics NAV oder Business Central On Prem Umgebungen. Gleichzeitig verlagert Microsoft neue Funktionen, KI Features und Plattformentwicklungen zunehmend in die Cloud. Mit Blick auf die kommenden Jahre wird deshalb die Frage immer relevanter, wie Unternehmen ihre ERP und Finance Landschaft künftig aufstellen. Besonders rund um die Migration bis 2027 steigt der Handlungsdruck deutlich.
Was bedeutet On Prem bei Business Central überhaupt
On Prem bedeutet, dass Business Central oder frühere Dynamics Systeme lokal im eigenen Unternehmen betrieben werden. Die Infrastruktur liegt dabei meist in eigenen Rechenzentren oder auf eigenen Servern. Updates, Wartung, Sicherheit und Betrieb müssen intern oder gemeinsam mit Partnern verwaltet werden.
Dieses Modell war lange Standard. Viele Unternehmen haben ihre ERP Systeme über Jahre individuell angepasst und tief in bestehende Prozesse integriert. Genau deshalb existieren heute noch zahlreiche ältere NAV und Business Central On Prem Installationen. Gleichzeitig verändert Microsoft seine Strategie jedoch seit mehreren Jahren deutlich in Richtung Cloud und SaaS Modelle. Neue Funktionen, KI Features, Copilot Erweiterungen und moderne Plattformdienste werden zunehmend zuerst oder ausschließlich in der Cloud bereitgestellt.
Dadurch entsteht für viele Unternehmen eine wachsende Lücke zwischen bestehenden On Prem Systemen und modernen Plattformfunktionen.
Warum die Deadline 2027 jetzt relevant wird
Viele Unternehmen unterschätzen aktuell, wie groß der Aufwand einer späteren Migration werden kann. Gleichzeitig entsteht oft der Eindruck, dass noch ausreichend Zeit vorhanden ist.
Die Realität sieht häufig anders aus. ERP Migrationen betreffen nicht nur Technik, sondern auch Prozesse, Datenstrukturen, Integrationen, Benutzerrollen und individuelle Anpassungen. Je länger Systeme unverändert betrieben werden, desto komplexer wird häufig die spätere Umstellung.
Besonders kritisch wird dabei, dass moderne Funktionen zunehmend nur noch cloudbasiert verfügbar sind. Dazu gehören unter anderem Copilot Funktionen, moderne Automatisierungen, KI Unterstützung und cloudbasierte Plattformdienste.
Die folgende Übersicht zeigt, warum viele Unternehmen das Thema bereits jetzt strategisch einplanen sollten:
| Thema | Zeitraum / Deadline | Bedeutung |
|---|---|---|
| Mainstream Support für ältere Dynamics NAV Versionen | Bereits ausgelaufen | Keine regulären Funktionsupdates mehr |
| Fokus neuer Microsoft Entwicklungen | Bereits cloudzentriert | Neue KI und Copilot Funktionen entstehen primär in der Cloud |
| Business Central Cloud Weiterentwicklung | Laufend | Neue Funktionen erscheinen zuerst in SaaS Umgebungen |
| Vorbereitung auf Migration | Spätestens 2025 bis 2026 | Analyse, Planung und Datenbereinigung benötigen Zeit |
| Kritischer Zeitraum für viele On Prem Umstellungen | Bis Januar 2027 | Unternehmen sollten Migrationen bis dahin strategisch vorbereitet haben |
| Zukünftige KI und Automatisierungsfunktionen | Primär cloudbasiert | Viele moderne Funktionen setzen Cloud Plattformen voraus |
Viele Unternehmen unterschätzen, wie früh ERP Migrationen vorbereitet werden müssen. Besonders individuelle Anpassungen, Integrationen und historisch gewachsene Datenstrukturen erhöhen den Aufwand häufig deutlich.
Warum viele Unternehmen die Migration bisher verschoben haben
Die Zurückhaltung vieler Unternehmen ist nachvollziehbar. ERP Systeme gehören zu den sensibelsten Plattformen innerhalb einer Organisation. Veränderungen wirken sich direkt auf Finance, Einkauf, Projekte, Reporting und operative Prozesse aus.
Besonders häufig spielen dabei folgende Faktoren eine Rolle:
- individuelle Anpassungen
- historisch gewachsene Prozesse
- Integrationen zu Drittsystemen
- Unsicherheit über Aufwand und Kosten
- fehlende interne Ressourcen
- laufende Projekte und Prioritäten
Viele Organisationen arbeiten zudem seit Jahren stabil mit ihren bestehenden Systemen. Dadurch entsteht verständlicherweise wenig Druck zur Veränderung, solange keine akuten Probleme auftreten. Gleichzeitig führt genau dieses Abwarten häufig dazu, dass Migrationen später unter deutlich höherem Zeitdruck stattfinden müssen.
Welche Risiken beim Abwarten entstehen
Viele Unternehmen betrachten die Migration noch immer hauptsächlich als technisches Thema. Tatsächlich entstehen die größten Risiken jedoch oft im operativen Alltag. Ältere On Prem Systeme erschweren zunehmend:
- moderne Integrationen
- flexible Skalierung
- standortübergreifende Zusammenarbeit
- cloudbasierte Services
- KI Funktionen
- moderne Automatisierung
Gleichzeitig steigen Anforderungen an:
- Sicherheit
- Compliance
- Datenschutz
- Verfügbarkeit
- Reporting
- Transparenz
Besonders problematisch wird dies, wenn bestehende Systeme immer stärker individuell erweitert werden müssen, obwohl die technologische Grundlage bereits veraltet ist. Hinzu kommt ein weiterer wichtiger Punkt: Viele neue Funktionen rund um Microsoft Copilot, Automatisierung und moderne Workflows entstehen inzwischen direkt innerhalb der Cloud Plattformen. Unternehmen mit älteren On Prem Umgebungen können diese Entwicklungen oft nur eingeschränkt nutzen. Dadurch entsteht nicht nur technischer Rückstand, sondern langfristig auch ein operativer Wettbewerbsnachteil.

Warum Business Central Cloud deutlich mehr ist als nur Hosting
Viele Unternehmen reduzieren die Diskussion aktuell auf die Frage, ob ein System lokal oder in der Cloud betrieben wird. Tatsächlich verändert sich jedoch deutlich mehr. Mit Business Central Cloud entstehen neue Möglichkeiten für:
- Automatisierung
- KI Unterstützung
- Echtzeit Reporting
- Integration mit Microsoft 365
- zentrale Datenplattformen
- moderne Sicherheitsstandards
- flexible Skalierung
Dadurch verändert sich nicht nur die technische Infrastruktur, sondern auch die Art, wie Finance und Accounting gesteuert werden können.
Warum Migrationen frühzeitig geplant werden sollten
Viele Unternehmen unterschätzen den organisatorischen Aufwand hinter einer ERP Migration. Selbst wenn die technische Umstellung vergleichsweise strukturiert erfolgt, entstehen häufig Herausforderungen bei:
- Datenqualität
- Prozessdefinitionen
- Rollenmodellen
- Schulungen
- Berechtigungen
- Integrationen
Besonders kritisch wird häufig die Frage, welche individuellen Anpassungen tatsächlich weiterhin benötigt werden und welche Prozesse modernisiert werden sollten. Genau deshalb ist frühe Planung entscheidend. Unternehmen benötigen ausreichend Zeit, um:
- bestehende Systeme zu analysieren
- Prozesse zu bewerten
- Daten zu bereinigen
- Prioritäten festzulegen
- Integrationen zu prüfen
- zukünftige Zielbilder zu definieren
Je früher diese Themen angegangen werden, desto kontrollierter lassen sich Risiken reduzieren. Informationen rund um die Planung und Vorbereitung gibt es auch bei Microsoft: Plan and prepare for on-premises deployments.
Warum die Migration auch eine Chance sein kann
Viele Unternehmen betrachten die Migration zunächst vor allem als notwendiges IT Projekt. Tatsächlich entsteht jedoch häufig die Möglichkeit, bestehende Prozesse grundlegend zu modernisieren. Besonders in Finance und Accounting existieren oft:
- manuelle Arbeitsschritte
- doppelte Datenpflege
- isolierte Reports
- individuelle Excel Lösungen
- fehlende Transparenz
Eine Migration bietet die Chance, diese Strukturen neu zu bewerten und moderne Plattformfunktionen sinnvoll zu integrieren. Gerade im Zusammenspiel mit modernen KI und Automatisierungsfunktionen wird deutlich, dass es bei der Migration längst nicht mehr nur um Infrastruktur geht.
Welche Rolle KI und Copilot künftig spielen
Microsoft integriert KI Funktionen aktuell massiv in die gesamte Business Plattform. Besonders Copilot entwickelt sich zunehmend zu einem operativen Bestandteil von Finance, ERP und Business Prozessen. Dadurch entstehen neue Möglichkeiten für:
- Zusammenfassungen
- Analysen
- Forecasting
- Unterstützung bei Buchungsprozessen
- Datenanalysen
- Prozessautomatisierung
Viele dieser Funktionen entstehen jedoch primär innerhalb moderner Cloud Plattformen. Unternehmen, die langfristig von diesen Entwicklungen profitieren möchten, müssen deshalb zunehmend prüfen, wie ihre zukünftige Plattformstrategie aussehen soll.
Fazit
Die Migration von älteren Business Central oder NAV On Prem Umgebungen wird für viele Unternehmen in den kommenden Jahren zu einem zentralen Thema. Dabei geht es längst nicht nur um Infrastruktur oder Hosting. Moderne Cloud Plattformen verändern Prozesse, Automatisierung, Reporting und die gesamte Steuerung von Finance und Accounting. Gleichzeitig steigen Anforderungen an Sicherheit, Integration und Flexibilität. Unternehmen, die frühzeitig planen, können Risiken kontrollierter reduzieren und die Migration gleichzeitig als Chance zur Modernisierung nutzen.
FAQ
Was bedeutet Business Central On Prem?
Dabei wird Business Central lokal auf eigenen Servern oder in eigenen Rechenzentren betrieben.
Warum wird die Migration bis 2027 wichtig?
Microsoft verlagert neue Funktionen und Plattformentwicklungen zunehmend in die Cloud. Gleichzeitig steigen Anforderungen an Sicherheit, Integration und moderne Plattformdienste.
Was passiert, wenn Unternehmen nicht migrieren?
Ältere Systeme können langfristig bei Innovation, Integration, Sicherheit und Automatisierung an Grenzen stoßen.
Ist eine Business Central Migration nur ein technisches Projekt?
Nein. Migrationen betreffen auch Prozesse, Daten, Rollen, Integrationen und organisatorische Abläufe.
Welche Vorteile bietet Business Central Cloud?
Unter anderem bessere Skalierung, moderne Integrationen, KI Funktionen, Automatisierung und cloudbasierte Plattformdienste.
Welche Rolle spielt Microsoft Copilot bei Business Central?
Copilot erweitert Business Central zunehmend um KI gestützte Unterstützung für Analysen, Prozesse und operative Aufgaben.
Wie lange dauert eine Business Central Migration?
Das hängt stark von Systemlandschaft, Datenqualität, Anpassungen und Integrationen ab. Viele Projekte benötigen mehrere Monate Planung und Umsetzung.
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